Aktuelle Meldung

Rainer Wieland: Europa ist keine Festung sondern eine Wertegemeinschaft

Der Präsident der Europa-Union Deutschland, Rainer Wieland, fordert eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik und wirksame Seenotrettungsmaßnahmen im Mittelmeer. Dies gelte unbeschadet der Frage, wie viele der geretteten Menschen später tatsächlich im Rahmen des geltenden Asylrechts anerkannt werden. Kritik übt Wieland an der von den Mitgliedstaaten vereinbarten Mission Triton. Auch bei der Verteilung und der Aufnahme der schutzsuchenden Menschen gebe es Defizite. „Die einzelnen Nationalstaaten sind mit der Aufgabe überfordert. Die Herausforderung kann nur gemeinsam bewältigt werden. Sie zeigt den Mehrwert Europas.“

Zu den Ergebnissen des Europäischen Rates stellt Wieland fest, bei wesentlichen Punkten sei keine Einigung erzielt worden. „Eine Verdreifachung von Triton reicht angesichts der humanitären Katastrophe im Mittelmeer nicht aus“, so Wieland. „Gegen das schmutzige Geschäft der Schlepper muss entschieden vorgegangen werden, auch zu Lande, denn da sterben nach wie vor die meisten Menschen auf ihrem Weg nach Europa. Die Probleme lassen sich aber nicht allein mit polizeilichen oder militärischen Mitteln lösen.“ Die Piratenbekämpfung im Rahmen des Atalanta-Mandats könne nicht als Vorbild für den Umgang mit Flüchtlingsbooten dienen. „Auf den überfüllten, nicht hochseetauglichen Booten im Mittelmeer sind keine Piraten, sondern Menschen, die Schutz oder ein besseres Leben suchen. Die Hintermänner der Schlepper sind nicht auf diesen Seelenverkäufern.“

Eine effektive Seenotrettung müsse sichergestellt sein, eine Rückkehr zu Mare Nostrum, diesmal unter europäischer Flagge, sei geboten. „Die Mitgliedstaaten haben offensichtlich eine falsche Strategie gewählt, als sie die Reichweite von Triton definierten“, so Wieland. Dies gelte unbeschadet der Tatsache, dass abgelehnte Asylbewerber auch wieder zeitnah zurückgeführt werden müssten. „Die Frage, ob Asylschutz gewährt wird oder nicht, ist losgelöst zu betrachten von der Frage einer effektiven Seenotrettung. Letztere steht einer konsequenten Anwendung des Asylrechts nicht im Wege. Europa darf nicht zusehen, wie Menschen vor seinen Küsten ertrinken.“ Die Annahme, dass Mare Nostrum die Schlepper aufgrund einer effektiveren Seenotrettung motiviert habe, sei durch die Zunahme der Flüchtlingszahlen unter Triton widerlegt.

Die EU brauche eine gemeinsame Politik für Asyl, Flüchtlingsschutz, Einbürgerung und Einwanderung. In einem solchen vereinbarten Rahmen könne dann auch nicht mehr jeder Mitgliedstaat machen, was er will, und es gebe legale Wege, bereits in den Herkunftsländern Asyl zu beantragen. „Europa ist keine Festung sondern eine Wertegemeinschaft. Die Mitgliedstaaten müssen gemeinsame Regeln für legale Einwanderung festlegen und klare Vereinbarungen treffen in Bezug auf die Aufnahme von Flüchtlingen“, zeigt sich Wieland überzeugt. „Die bisherigen Dublin-Regeln reichen nicht mehr aus.“

Gemeinsame europäische Regeln könnten die Probleme lösen. Dies gelte nicht nur für Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa kommen. „Auch die Ukraine-Krise hat das Potential, eine dramatische Flüchtlingsproblematik zu entwickeln.“ Die einzelnen Nationalstaaten seien mit dem Problem der Zuwanderung überfordert. „Europa muss seine Migrationspolitik vergemeinschaften und auch seine Außen- und Sicherheitspolitik entsprechend gemeinsam gestalten“, so der Europa-Union Präsident.

Die Asyl- und Flüchtlingspolitik ist eines der zentralen Themen des 60. Bundeskongresses der Europa-Union Deutschland, der mit 250 Delegierten und Gästen am Wochenende im bayrischen Memmingen stattfindet.

EINLADUNG: Quo vadis, deutsch-polnische Partnerschaft?

Perspektiven, Herausforderungen und das Potenzial vor unserer Haustür

 

📅 Donnerstag, 12. März

🕙 18.30 Uhr

📍 Mehr-Generationen-Haus Falkensee, Ruppiner Straße 15

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy

Einladung zum Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland e.V.

Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland

📅 Sonntag, 11. Januar 2026

🕙 Einlass ab 10:00 Uhr | Beginn um 10:30 Uhr

📍 Karls Erlebnis-Dorf, Elstal, Pfannkuchenschmiede

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy