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Grenzkontrollen in Deutschland und Polen: Populismus statt Problemlösung - Ein Kommentar von Generalsekretär Christian Moos

Dass Polen nun nachzieht, überrascht kaum. Die deutsche Symbolpolitik der vergangenen zwei Jahre trägt nichts zur Lösung irregulärer Migration bei. Auch der schärfere Ton der neuen Bundesregierung ändert daran wenig. Leicht zu umgehende Grenzkontrollen sind Ausdruck politischer Getriebenheit. Sie sind und bleiben populistisch und wirkungslos.

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Nicht nur Deutschland und Polen, auch andere EU-Staaten setzen wieder auf nationale Kontrollmaßnahmen. Sie alle nehmen in Kauf, Europa zu schwächen, um innenpolitisch zu punkten. Kurzfristig mag das funktionieren. Langfristig wird die Rechnung aber nicht aufgehen. Migration lässt sich nicht durch nationale Reflexe steuern, sondern nur durch gemeinsame Kontrolle und Zusammenarbeit an den EU-Außengrenzen.

Die überparteiliche Europa-Union Deutschland befürwortet Überprüfungen dort, wo sie sinnvoll sind: an den Grenzen zu Staaten, die nicht dem Schengen-Raum angehören. Innerhalb Schengens, einem Raum der Freiheit und Mobilität, richten sie erheblichen Schaden an. Sie behindern Pendlerinnen und Pendler, stören den Handel und gefährden den europäischen Zusammenhalt.

Was es braucht, ist ein gemeinsamer Ansatz: die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, ein wirksamer Schutz der Außengrenzen, verlässliche Standards für Schutzsuchende sowie legale Wege für Arbeitsmigration, die das rapide alternde Europa dringend braucht.

Russlands Machthaber lachen sich ins Fäustchen, wenn wir in Europa so weitermachen. Die Grenzkontrollen zwischen Schengen-Partnern sind genau das, was der Kreml mit dem Einsatz von Migration als Waffe erreichen wollte. Wer innerhalb Schengens wieder Grenzen schließt, spielt ihm in die Karten.

Die Europa-Union appelliert an die deutsche und die polnische Regierung, schnellstmöglich einen gemeinsamen Weg aus dieser Sackgasse zu finden. Berlin täte im Wissen um die innenpolitischen Zwangslagen in Warschau gut daran, hier den ersten Schritt zu tun – aus Verantwortung gegenüber Europa, nicht aus politischer Schwäche.


Christian Moos,
EUD-Generalsekretär

Einladung zum Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland e.V.

Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland

📅 Sonntag, 11. Januar 2026

🕙 Einlass ab 10:00 Uhr | Beginn um 10:30 Uhr

📍 Karls Erlebnis-Dorf, Elstal, Pfannkuchenschmiede

 

Der Neujahrsempfang bietet Gelegenheit zum persönlichen Austausch, zur politischen Einordnung aktueller europäischer Entwicklungen sowie zum gemeinsamen Blick auf die Arbeit der Europa-Union im Havelland im Jahr 2026.Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag von 5,00 € pro Person erhoben, der vor Ort in bar eingesammelt wird.Zur besseren Planung bitte ich Sie herzlich um Anmeldung per E-Mail bis spätestens 09.01.2026 an: enrico.lindhorst@icloud.com Diese Einladung darf gerne an politisch und europäisch interessierte Personen weitergeleitet werden.