Aktuelle Meldung

EUD-Generalsekretär Christian Moos zum Koalitionsvertrag

Der Koalitionsvertrag steht. Das ist angesichts von Umfragen, die europaskeptische und europafeindliche Parteien bei 41 Prozent sehen, eine gute Nachricht. Die Regierung Merz/Klingbeil wird liefern müssen, für Deutschland und für Europa. Das ist allen Beteiligten bewusst. Dass sich im Koalitionsvertrag nur wenig idealistische Aussagen zu Europa finden, muss kein Nachteil sein. Die Fallhöhe nach dem Koalitionsvertrag von 2021, der die Verwirklichung der Vereinigten Staaten von Europa als greifbar nah erscheinen ließ, war hoch.

Wer beklagt, dass Europa erst am Ende des 144seitigen Textes behandelt wird, sollte genauer hinsehen. Denn Europa zieht sich durch alle Kapitel. Vielversprechend ist, dass die Europakoordinierung deutlich besser werden soll. Wöchentliche Staatssekretärsrunden beim Kanzleramtschef können Silodenken aufbrechen und die „German Vote“ beenden. Europa wird wieder zur Chefsache, und die Ressorts sollen besser zusammenarbeiten.

Der Kanzler in spe hat Erfahrung als Europaparlamentarier und ist ein überzeugter Verteidiger der Werte, die Europa und die USA lange Zeit verbunden haben. Dass Kanzleramt und Auswärtiges Amt in guter Abstimmung agieren, wird wichtig sein. Der voraussichtliche Vizekanzler wird die Europapolitik als Bundesfinanzminister gemeinsam mit dem Kanzler und seinem Amtschef und, in Anbetracht der geopolitischen Lage, dem Bundesverteidigungsminister prägen können. Das wirkt gut ausbalanciert und, wenn das Vertrauen zueinander stimmt, sehr vielversprechend. Deutschland soll, so haben es die künftig wahrscheinlich Regierenden erklärt, wieder mehr Verantwortung in und für Europa übernehmen. Das ist gut so und auch höchste Zeit.

So oder so kommt das Wichtigste in diesem Koalitionsvertrag zuletzt. Die Außen- und die Sicherheitspolitik und Europa. Denn die Innenpolitik bestimmt darüber, wie man lebt, die Außenpolitik, ob man lebt. Und die Europapolitik ist bekanntlich ohnehin beides zugleich, Innen- wie, man denke an die Bedeutung Brüssels in Handelsfragen, Außenpolitik. Und schließlich, ganz zuletzt, folgen Neuerungen zur Arbeitsweise der Bundesregierung, die womöglich wichtiger sind als alles andere.

Vielfach ist gesagt worden, erfolgreiches Regieren in einer solchen Koalition setze voraus, dass man sich vorab auf die politischen Maßnahmen der Legislaturperiode verständigt habe. Ein wenig merkwürdig mutet das schon an. Denn die Welt steht eben nicht still. Ständig ändern sich die Bedingungsfaktoren für das Regierungshandeln. Auch diese Koalitionsregierung wird mit unvorhergesehenen Entwicklungen konfrontiert sein. Deshalb sind die vereinbarten Mechanismen zur Arbeit der Bundesregierung von größter Bedeutung.

Viele überzeugte Europäerinnen und Europäer muss enttäuschen, dass die Grenzkontrollen bleiben sollen, bis die Kontrollen an den EU-Außengrenzen besser funktionieren. Immerhin verknüpfen die Koalitionäre dies aber mit einem klaren Bekenntnis zum Gemeinsamen Europäischen Asylsystem und zu gemeinsamen europäischen Lösungen. In der ein oder anderen inhaltlichen Festlegung, europäische Reformen betreffend, hätte man sich auch mehr wünschen können.

Auch hier darf jedoch nicht vergessen werden, dass am Ende nicht der Wortlaut des Koalitionsvertrags zählt, sondern die konkrete Politik. Und die wird nicht allein von den deutschen Regierungsparteien bestimmt werden, sondern im Konzert mit den europäischen Partnern und immer in Zusammenhang mit dem Weltgeschehen. Und dass dieses mehr Europa einfordert, um in der neuen Weltordnung nicht vom Subjekt zum Objekt zu werden und die gemeinsamen Werte, die freiheitlich-rechtsstaatliche Demokratie verteidigen zu können, liegt auf der Hand.

Die überparteiliche Europa-Union, die seit bald 80 Jahren als gemeinnütziger und politischer Verein mit bürgerschaftlichem Engagement zur Verwirklichung eines zentralen deutschen Staatsziels beiträgt, wird die Regierungsarbeit konstruktiv-kritisch begleiten und weiter für den Europäischen Bundesstaat werben, ohne den es schwer werden dürfte, einen sicheren Platz in der neuen Weltordnung zu behaupten.

Christian Moos, Generalsekretär der Europa-Union Deutschland e.V.

EINLADUNG: Quo vadis, deutsch-polnische Partnerschaft?

Perspektiven, Herausforderungen und das Potenzial vor unserer Haustür

 

📅 Donnerstag, 12. März

🕙 18.30 Uhr

📍 Mehr-Generationen-Haus Falkensee, Ruppiner Straße 15

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy

Einladung zum Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland e.V.

Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland

📅 Sonntag, 11. Januar 2026

🕙 Einlass ab 10:00 Uhr | Beginn um 10:30 Uhr

📍 Karls Erlebnis-Dorf, Elstal, Pfannkuchenschmiede

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy