Aktuelle Meldung

Epochales Versagen – Persönlicher Einwurf von EUD-Generalsekretär Christian Moos

Der katastrophale Wahlausgang in Italien hat nicht nur eine Ursache. Aber Deutschland trägt als größte europäische Volkswirtschaft mit entsprechend großem politischen Einfluss in Europa Mitverantwortung für dieses Ergebnis. Die wirtschaftliche Erholung erreicht viele Menschen in Europa nicht mehr, und in Italien, das zudem viele hausgemachte Probleme hat, war sie ohnehin zu schwach. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der sozialen Krise in Italien und dem erheblichen Rückstand in der Digitalisierung, schlecht ausgestatteten Schulen und veralteter Infrastruktur in Deutschland. Das ist die einseitige Sparpolitik, der Fetisch der Austerität. Dass allein die EZB gegenzusteuern versucht und dabei nolens volens neue Risiken entstehen, ist auch eine Folge viel zu wenig bedachter systemischer Zusammenhänge und einer insgesamt nicht ausreichend koordinierten Wirtschaftspolitik.

Hinzu kommt die Migrationskrise, die die Europäer insgesamt nicht gut bewältigt haben. An ihrem Anfang, lange vor dem Kontrollverlust des Sommers 2015, zeigte Deutschland zu wenig Solidarität mit Partnern wie Italien. Wir verschanzten uns in Berlin hinter den Dublin-Regeln. Heute klagen wir über die unsolidarischen Mittel-Osteuropäer, und der Streit um die Flüchtlingsverteilung belastet alle europäischen Politiken, spaltet Europa.

In Italien hat die unkontrollierte Migration bei vielen Menschen Ängste ausgelöst und die ohnehin schwelende soziale Krise des Landes verschärft. Und italienisches Staatsversagen im Kampf gegen die Mafia kommt hinzu, mit fatalen Folgen nicht nur für Wirtschaft und Gesellschaft, sondern gerade in der Flüchtlingspolitik. Spätestens mit den Parlamentswahlen vom vergangenen Sonntag ist die soziale Krise zu einer politischen geworden, nicht nur in Italien, sondern für ganz Europa.

Natürlich ist vor allem die italienische Politik selbst in der Verantwortung. Aber wir machen es uns zu einfach, wenn wir die Ursachen für die eingetretene Lage nur in Italien suchen, zumal die Entwicklung in der Tendenz eine gesamteuropäische ist.

Die Zeit der Nabelschau sollte in Europa endgültig vorbei sein, sonst ist es bald mit Europa vorbei. In einer Währungsunion kann es, wenn sie Bestand haben soll, nicht nur Aufgabe der Italiener sein, ihre „Hausaufgaben“ zu machen. Die neue Bundesregierung steht vor einer Herkulesaufgabe. Aktuell scheint der Fokus der Aufmerksamkeit auf dem Diesel zu liegen. Das reicht nicht.

Scheitert der politische Zusammenschluss Europas, wird es auf Jahrzehnte keinen Wohlstand mehr zu verteilen geben. Eine Zeit der Unsicherheit wird folgen und Europa seine Unabhängigkeit verlieren. Den Nationalisten in Europa sei gesagt, dass daraus keine neue nationale Souveränität erwachsen wird, sondern der Status der Satrapie.

Noch ist es nicht zu spät, wenn sich die proeuropäischen Kräfte – nicht nur hierzulande – endlich ihrer Verantwortung bewusst werden und sich nicht in kleinlichen Streitereien verlieren. Die Aufgabe beschränkt sich nicht darauf, Details der Bankenunion zu regeln. Es gilt Europas Freiheit zu retten, die Europäerinnen und Europäer vor einer neuen Zeit der Tyrannei zu bewahren.

Christian Moos, Generalsekretär der Europa-Union Deutschland



Lesen Sie auch: Öffnet externen Link in neuem FensterPräsidentenwahl in Frankreich – Europas letzte Chance?

EINLADUNG: Quo vadis, deutsch-polnische Partnerschaft?

Perspektiven, Herausforderungen und das Potenzial vor unserer Haustür

 

📅 Donnerstag, 12. März

🕙 18.30 Uhr

📍 Mehr-Generationen-Haus Falkensee, Ruppiner Straße 15

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy

Einladung zum Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland e.V.

Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland

📅 Sonntag, 11. Januar 2026

🕙 Einlass ab 10:00 Uhr | Beginn um 10:30 Uhr

📍 Karls Erlebnis-Dorf, Elstal, Pfannkuchenschmiede

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy