Aktuelle Meldung

Das Nein der Isländer als Chance für Europa - Einfwurf von EUD-Generalsekretär Christian Moos

Island hat sich im jüngsten Referendum gegen die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union entschieden. Das ist ebenso bedauerlich, wie es erwartbar war. Klagen hilft nicht weiter. Die Entscheidung der Isländer ist vielmehr ein Moment, den Europa richtig lesen muss. Ihr Nein gibt einen Hinweis darauf, wo die eigentlichen Herausforderungen liegen.

Die EU steht heute auf halber Strecke zu einer bundesstaatlichen Ordnung still. Sie ist – gemessen am Anspruch der Kopenhagener Kriterien – überdehnt. Die Erweiterungen der vergangenen zwei Jahrzehnte waren politisch richtig und historisch notwendig, doch sie haben die EU in eine Lage gebracht, in der Tiefe und Breite der Integration nicht mehr im Gleichgewicht stehen.

Das Ergebnis ist eine strukturelle Blockade: Entscheidungsprozesse sind zu langsam, strategische Handlungsfähigkeit ist begrenzt, die Erwartungen an die EU übersteigen ihre institutionellen Möglichkeiten.

Diese Diagnose ist nicht neu, aber sie wird durch das isländische Referendum erneut bestätigt. Es zeigt, dass die EU derzeit nicht die Anziehungskraft entfaltet, die sie angesichts globaler Herausforderungen bräuchte.

Geopolitische Realität: Europa braucht eine neue Gravitationskraft

Europa steht unter Druck. Russland bedroht die europäische Friedensordnung. China fordert Europa wirtschaftlich und technologisch heraus. Die USA sind kein verlässlicher Partner mehr, zerstören die regelbasierte Weltordnung, die sie selbst geschaffen hatten.

In dieser Lage braucht Europa eine neue Gravitationskraft – eine politische und institutionelle Schwerkraft, die Stabilität erzeugt und Integration ermöglicht. Diese Kraft kann nur von einem vollintegrierten, bundesstaatlich verfassten Kern ausgehen.

Ein solcher Kern würde die europäische Handlungsfähigkeit sichern, die wirtschaftliche und technologische Souveränität stärken, Europas Verteidigungs  und Sicherheitspolitik bündeln und die demokratische Legitimation der Union vertiefen.

Ein Europa der variablen Integrationstiefen

Um diesen Kern herum können sich alle anderen europäischen Staaten nach variablen Integrationstiefen organisieren. Dieses Integrationsmodell bietet einen realistischen Ausweg aus den inneren Widersprüchen, die die heutige Union teilweise lähmen. Es würde EWR Staaten wie Island stabile Perspektiven bieten. Es würde den Kandidatenländern klare Wege eröffnen, endlich Mitglied zu werden, nicht im Sinne eines Alles oder Nichts, sondern einer flexiblen Integration, die schrittweise an den Kern heranführen kann - aber nicht muss.

Europa wird nur dann autonom und souverän handeln können, wenn es seine institutionelle Architektur neu ordnet. Dabei geht es nicht um Sonderwege, sondern um eine klare Struktur: ein starker Kern und flexible Ringe der Integration. Sogar den Briten würde dies mittelfristig eine Kurskorrektur ermöglichen.

Das isländische Referendum als europäischer Moment

Das isländische Votum ist kein Nein zu Europa. Es ist ein Hinweis darauf, dass die EU ihre eigene Ordnung weiterentwickeln muss. Die Europäer müssen aus der Sackgasse herausfinden, in der die Union seit Jahren steckt. Ein vollintegrierter Bundesstaat in ihrem Kern ist dafür der entscheidende Schritt. Nur so kann Europa die Gravitationskraft entfalten, die es angesichts der Rückkehr zur Normalität einer anarchischen Welt der Großmächte braucht.
 

EINLADUNG: Quo vadis, deutsch-polnische Partnerschaft?

Perspektiven, Herausforderungen und das Potenzial vor unserer Haustür

 

📅 Donnerstag, 12. März

🕙 18.30 Uhr

📍 Mehr-Generationen-Haus Falkensee, Ruppiner Straße 15

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy

Einladung zum Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland e.V.

Neujahrsempfang der Europa-Union Havelland

📅 Sonntag, 11. Januar 2026

🕙 Einlass ab 10:00 Uhr | Beginn um 10:30 Uhr

📍 Karls Erlebnis-Dorf, Elstal, Pfannkuchenschmiede

 

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die sicherheitspolitische Notwendigkeit beide Länder enger zusammenrücken lässt, bleiben historische Fragen und innenpolitische Debatten ständige Begleiter des diplomatischen Alltags.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden der Rotary-Club Falkensee, die Europa-Union Havelland und der Verein care4democracy Sie herzlich zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde ein.

Unser Gast: Knut Abraham (MdB)

Wir freuen uns besonders, Knut Abraham als Experten für diesen Abend gewonnen zu haben. Als Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Berichterstatter für Polen im Auswärtigen Ausschuss sowie ehemaliger Diplomat an der Botschaft in Warschau bringt er eine tiefe Expertise mit:

  • Der Diplomat: Er kennt die feinen Nuancen der Regierungszusammenarbeit und die Mechanismen des Weimarer Dreiecks.
  • Der Brückenbauer: Sein Fokus liegt auch auf der zwischengesellschaftlichen und grenznahen Zusammenarbeit – dort, wo Partnerschaft im Alltag gelebt wird.

Themen des Abends: Quo vadis?

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie es um das „Herzstück“ Europas bestellt ist:

  1. Politischer Neustart & Reibungspunkte: Wie stabil ist das Verhältnis unter der Regierung von Donald Tusk? Welche Rolle spielen historische Fragen heute?
  2. Sicherheit im Fokus: Die Zusammenarbeit mit Frankreich im Weimarer Dreieck angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine.
  3. Potenziale im Havelland: Wie können wir Städtepartnerschaften und persönliche Kontakte in Falkensee und Umgebung neu beleben?

Anmeldung & Teilnahme

Wir freuen uns auf einen regen Austausch, insbesondere mit den im Havelland lebenden Polinnen und Polen sowie allen Interessierten.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: 👉 Hier online registrieren

Hinweis: Sie können diesen Link gerne in Ihren Netzwerken teilen! Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Online-Anmeldung haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt per E-Mail oder Telefon (enrico.lindhorst(at)icloud.com oder 0162-8111501)

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Veranstalter: Rotary-Club Falkensee | Europa-Union Havelland | care4democracy